Erfolgreiche Honorareintreibung bei den Euro-Schulen in Gera

Zwei Bildungsarbeiterinnen unterrichteten im Mai 2016 an den Euro-Schulen in Gera kurzzeitig einen Deutschkurs für Geflüchtete, den sie als Krankheitsvertretung übernommen hatten. Der Kurs wurde nach zwei Wochen abrupt und ohne Absprache mit den Dozentinnen von der Koordinatorin abgebrochen. Seit der Rechnungsstellung Mitte Juni, warteten die beiden auf ihre Honorare – jeweils mehrere hundert Euro – und kamen zur FAU in die Bildungs-AG, um gemeinsam in diesem Arbeitskampf ihr Geld einzufordern.

Als gewerkschaftliche Vertretung der beiden konnte die FAU schliesslich Ende Februar – ein dreiviertel Jahr, nachdem die Arbeitsleistung vollbracht wurde – die Honorare erkämpfen. Wirkungsvoll war, dass die FAU einerseits als gewerkschaftliche Vertretung und Verhandlungspartnerin aufgetreten ist. Andererseits hat sie kontinuierlich per Post und durch Telefonate Druck auf die Euro-Schulen aufgebaut, die Honorare zu zahlen. Gemeinsam konnten wir uns in der BIldungs-AG darüber klar werden, wie wir den Kampf planen, welche gewerkschaftlichen Aktionen und welches weitere juristische Vorgehen gegen die Euro-Schulen durchgeführt werden könnten. Dabei war es extrem hilfreich, auf das Wissen und die Erfahrungen der GenossInnen der FAU aus vorausgegangenen Arbeitskämpfen zurückgreifen zu können.

Ein guter Ausgangspunkt und große Hilfe beim Vorgehen war ebenfalls die Broschüre „Ich will mein Geld!“ – Tipps und Tricks, um Honorare einzutreiben (PDF-Link) der FAU Berlin.

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